FLOWFACTOR: MTB-TRANSALP

MTB-Transalp

Ganz so umfangreich wie beim Feldherren Hanibal 218 vor Christus wird es sicher nicht werden, trotzdem sind grundlegende Fragen zu klären, um die Alpenüberquerung zu einem unvergesslichen Erlebnis zu gestealten. Transalp bedeutet immer: einmal über den Alpenhauptkamm. Um dies so gut vorbereitet wie möglich anzutreten, hier ein flowfactor Überblick der wichtigsten Punkte um eine MTB-Transalp zu planen.

Geführte Tour oder allein organisiert

Es gibt für beide Varianten Vor- und Nachteile. Sicher ist eine selbstorganisierte Tour reizvoll, allerdings nicht jedermanns Sache und durchaus zeitaufwendig. Wenn ich keinen Partner finde, bietet sich eine geführte Tour in der Gruppe an. Schlussendlich geht es darum die Alpen zu überqueren. Daher schaut einfach und etscheidet selbst:

Geführt

+ Variante wählen, buchen und fahren
+ Größere Gruppe
+ Gepäcktransport
+ Unkomplizierter, organisierter Rücktransport
+ Große Erfahrung durch den Guide
+ 60% verfahren sich regelmäßig

– Größere Gruppe
– Mit unbekannten fahren
– Kostenfaktor

Allein organisiert

+ Günstiger
+ Individualismus und Flexibilität
+ Kleine Gruppe

– Hoher Planungs- und Organsiationsaufwand
– Geringere Hochgebirgskenntnisse
– Gepäckbegrenzung auf Rucksack

Der beste Zeitraum

Aufgurnd von Schneegefahr auf den höher gelegenden Pässen, bzw. extremer Hitze in den Sommermonaten ist der Ideale Zeitpunkt wohl von Ende Juni bis Mitte September. In den letzten Jahren wagen sich allerdings auch in den Wintermonaten einige hartgesottene Biker mit dem MTB über die Alpen. Da viele Transalp-Biker Samstags starten und somit strategische Hütten blockieren, empfiehlt sich ein antizyklischer Starttermin.

Routenplanung / Routenauswahl

Bzgl. der Routenplanung sollten im Vorfeld die Grundlegenden Fragen geklärt werden: Schwierigkeitsgrad, Anspruch, Unterkünfte, Gepäckfrage, Rücktransport, Zeitlicher Plaungsaufwand. Es gibt unsagbar viele Möglichkeiten die Alpen in Nord- Südrichtung zu überqueren.Bsp: Garmisch zum Gardasee (380 km | 6100 hm | 5 Etappen),
oder Westalpen: Genfer See zum Mittelmeer (810 km | 26400 hm | 14 Etappen)

Naviagation unterwegs

Es gibt verschiedene Arten der Navigation auf dem Bike. Klassisch mit Karten und oder Roadbooks, oder elektronisch mit GPS-Navigation. Bei diesem Themal scheiden sich die Wege. Die einen schwören drauf, die andern halten am altbekannten Kartenmaterial fest.
Marktführer ist hier wohl die Firma Garmin: www.garmin.de Ausgerüstet mit dem Navis und beispielsweise dem Meisterwerk „Traumtouren Transalp“ lassen sich individuelle Touren planen. Hier werden die aufwändig und sauber recherchierten Routen als GPS-Tracks zur Verfügung gestellt. Kostenfreie Downloads von GPS-Daten gibt es unteranderem auf: www.gps-tour.info
Am Ende muss ein jeder die Pros und Contras abwegen und seine persönliche Entscheidung treffen. Auf Kartenmaterial sollte aus Sicherheitsgründen ohnehin nicht gänzlich verzichtet werden, da man sonst bei einem möglichen Ausfall des technischen Helfers ziemlich dumm darstehen wird.

Kartenmaterial

Jegliche elektronische Navigationshilfe kann auf Grund technischer Probleme komplett ausfallen. Um hier auch dann den Überblick zu behalten, empfiehlt sich geeignetes Kartenmaterial: Gebietskarten 1 : 50.000 und eine Übersichtskarte der Alpen. Diese Karten können auch beim DAV geliehen werden.

Hilfreiche Karten-Info:
Karten sind grundsätzlich immer „ge-nordet“. Norden ist also immer oben! Gestrichelte Wege auf einer Karte sind oft noch machbar, gepunktete Wege sind meistens unfahrbar!1:200 000 bedeutet übersetzt: 1cm entspricht 2000 Metern. Die Umrechnung ist einfach: Vom Maßstab einfach zwei Nullen abziehen! Beispiel 1:500 000 minus zwei Nullen macht 1:5000.

München Tipp: Das beste Kartensortiment der Stadt hat die Geo-Buchhandlung im Rosental, Nähe Viktualienmarkt.

Bikeauswahl

Ob Hardtail oder Fully ist reine Typsache, mit beiden kommst Du über die Alpen. Die einen bevorzugen die volle Feder-Dröhnung und nehmen dafür Gewicht und Wartungsaufwand in kauf, die anderen sind mit der gefederten Vordergabel vollauf zufrieden. Doch mehr als 13,5 Kilo sollte Ihr Bike bei einer Alpenüberquerung nicht wiegen, wenn man nicht das Schlusslicht der Gruppe sein möchte.

Ernährung

Jedes Kilo an Deinem Körper musst Du mit über die Alpen schleppen! Unterwegs sollte grundsätzlcih gelten, immer auf den Körper hören! Gebt ihm das was er braucht. Hier greift ihr auf Trainingserfahrungen zurück und wisst selbst am besten, was in welcher Situation am sinnvollsten ist: Energieriegel, Müsliriegel, Banane, alles was bei der Hitze reingeht und leicht verdaulich ist. Frühstücke das, worauf Du Appetit hast. Richte Dich nach dem Angebot und hau hier rein! Mittags: ausreichend, aber leicht essen (Nudeln, Suppen) Ganztägig gillt: Ausreichend Trinken!!! 2 Flaschenhaltern sind Pflicht. Camelbag ist aus Gewichtsgründen fragwürdig.

Training

Jede Transalp stellt hohe Anforderungen an Mensch und Material. Deshalb ist ein kontinuierlicher Trainingsaufbau, sowie ein ausreichender Fitneßzustand entscheidend. Mindestens drei Monate intensive Vorbereitung sollte man in den Beinen haben, bevor man sich über die Alpen wagt. Im Klartext heißt das: 6 bis 8 Stunden Training pro Woche. Seit Euch Eurer Leistung bewusst: 400 Höhenmeter in der Stunde sollte man schaffen. In den Alpen sind drei Stunden Bergauffahren keine Seltenheit! Besonders für Anfänger ist ein Trainingsplan wichtig. Er schützt vor groben Fehlern. Schreibt Euch das geplante Training in einen Kalender und tragt anschließend dahinter Euer tatsächliches Training ein. Am Monats ende seht Ihr, was auf der Haben- und Soll-Seite steht. Wer es ganz genau wissen will, sollte sich einer Leistungsdiagnostik unterziehen. Viele Magazine und Bücher bieten vorgefertigte Trainingspläne für eine Transalp zur Verfügung.

SO TRAINIEREN SIE

Ihr Trainingsplan folgt starren Regeln. Das hilft Ihnen, die Trainingszeit in Ihren Wochenplan zu integrieren. Sie werden von Dienstag bis Donnerstag eine Dreierstaffelung haben. Samstag und Sonntag folgt der Zweierblock. Das Augenmerk des Trainingsplans liegt auf einer sehr stabilen Grundlage und einer Festigung der Kraftausdauer. Ihre Grundlage für die Mehrtages-Touren holen Sie sich beim Straßentraining. Um jedoch einen Pass von 1 500 Höhenmetern zu erklimmen, benötigen Sie Kraftausdauer im GA2-Bereich. Sie werden bei dieser Trainingsform nicht an das Limit geraten. Ihre Laktat-Werte werden nicht in die Höhe schießen, wie bei einem Cross-Country-Rennen. Dennoch ist dieses Training kein Kindergeburtstag. Falls das Wetter nicht mitspielen sollte und Sie nicht im Dauerregen eine Erkältung riskieren wollen, können Sie das Training auch auf die Rolle verlegen. Fernseher an, und los geht’s. Fahren Sie sich 15 Minuten warm und machen Sie nach der Einheit ein Cooldown von ebenfalls 15 Minuten.

DARAUF SOLLTEN SIE ACHTEN

Bleiben Sie am Ball: Wenn Sie sich an die Struktur des Plans halten, simulieren Sie teilweise die Belastung einer Alpenüberquerung. Ihr Körper gewöhnt sich somit an die Anforderungen. Vorsicht bei langen Einheiten: Denken Sie daran, immer ausreichend zu essen. Versuchen Sie nicht, mit leerem Tank die Zeit auf dem Rad abzusitzen. Sie belasten den Körper damit nur unnötig und verlängern die Regenerationszeit. Kurz vor, während und kurz nach der Belastung sollten Sie sich mit Kohlenhydraten versorgen.

ALPENÜBERQUERER

Mit diesem Plan erklimmen Sie die Alpen und können noch die Landschaft genießen. Fangen Sie jetzt an, denn der Weg über die Alpen beginnt im Winter!

LEISTUNGS-CHECK

Wer die Alpen bezwingen möchte, sollte sich seiner Leistung bewusst sein. 500 Höhenmeter pro Stunde sollten Sie locker schaffen können, um eine Überquerung in Angriff zu nehmen. Denken Sie daran: Drei Stunden bergauffahren sind keine Seltenheit bei einer Alpenetappe.

TECHNIKTRAINING

Streuen Sie in Ihr Training auch technisch anspruchsvolle Stücke ein. Das schult ihr Radgefühl und spart zudem noch Kraft. Einmal die Woche sollten Sie techniklastig trainieren. Am einfachsten verbessern Sie Ihr Können in einem Fahrtechnikkurs.

STARKER RÜCKEN

Auf einer Alpenüberquerung werden Sie Ihr Gepäck im Rucksack tragen. Gewöhnen Sie sich daran und trainieren Sie teilweise mit Rucksack. Zudem sollten Sie Ihre Rücken- und Bauchmuskulatur stärken.

12-WOCHEN-PLAN

Wer über die Alpen möchte, muss einiges an Zeit investieren. Planen Sie die Trainingseinheiten in Ihren Tagesablauf ein. Wo sind Ihre Freiräume? Vor der Arbeit? Nach der Arbeit? Mit einem guten Zeit-Management vermeiden Sie Trainingsstress und belasten auch Freunde und Familie weniger.

DIE TRAININGSBEREICHE

KB: Kompensationsbereich, 50-60 Prozent der max. HF In diesem Bereich erholen Sie sich aktiv. Sie verbessern die lokale Durchblutung und beschleunigen den Abbau von zerstörtem Zellgewebe, welches durch hartes Training oder Rennen entstanden ist. Es wird mit einer Trittfrequenz von 90-110 Umdrehungen in der Minute gefahren. Diese Trainingsform machen Sie an Tagen nach Rennen oder harten oder langen Einheiten.

GA1: Grundlagenausdauer 1 60-70 Prozent der max. HF Dieser Bereich ist Ihr Fundament und stellt den Großteil des Trainings dar. Sie verbessern die Ökonomisierung des Fettstoffwechsels – Sie nutzen mehr Fett als Treibstoff. Diese Belastungsintensität läuft im aeroben Bereich ab – Ihr Körper hat ständig genug Sauerstoff und baut kein Laktat auf. Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt und die Durchblutung der Muskulatur verbessert (bessere Kapilarisierung).

GA2: Grundlagenausdauer 2 70-80 Prozent der max. HF Ähnlich wie GA1, nur die intensivere Variante. Trainiert wird hier der Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Ebenfalls erhöhen Sie die Grundgeschwindigkeit – Ihr Körper lernt bei gleicher Belastung schneller zu fahren. Ihre Atmung verbessert sich und Sie nähern sich weiter an die Belastung eines Rennens an. In diesem Bereich fahren Sie zum Beispiel bei einer Transalp oder einem Marathon.

K3: Kraftausdauer 70-85 Prozent der max. HF Entscheidend in diesem Bereich ist die Trittfrequenz. Sie treten nur mit 40-50 Umdrehungen in der Minute. Dadurch verbessern Sie Ihren Tretzyklus – Druck und Zugphase werden bewusster wahrgenommen. Anfangs werden Sie in kurzen Intervallen die Muskulatur an die Belastung gewöhnen. Später folgen lange Einheiten an Bergen. Mit einer guten Kraftausdauer erhöhen Sie Ihre Geschwindigkeit am Berg.

EB: Entwicklungsbereich 80-90 Prozent der max. HF Diese Belastung liegt schon nahe an Ihrem Maximum. Sie fahren immer an dem Punkt, der im Gleichgewicht von Laktat-Produktion und Laktat-Abbau liegt. Die aerob-anaerobe Kapazität wird verbessert – Sie können schneller fahren, ohne dadurch zu viel Laktat anzuhäufen. Durch diese Trainingsform werden Sie tempofester. Sie werden in Intervallen und mit der Wiederholungsmethode trainieren.

SB: Spitzenbereich 90-98 Prozent der max. HF Wettkampf oder Wettkampftraining. Sie verbessern Ihre Laktat-Toleranz und passen sich motorisch an das Wettkampftempo an. Ihre Laktat-Verträglichkeit wird besser – die Muskulatur übersäuert nicht so stark. Der Muskel erhöht seine anaerobe Kapazität. DiesesTraining nur bei vollkommener Gesundheit durchführen. Sie trainieren in sub- und maximalen Intervallen.(Quelle: http://www.bike-magazin.de/?p=457 bike_sonstiges_fitness_special.pdf)

Beispiel Trainingsplan für eine leichte bis mittelschwere Transalp

1. Woche GA1
Mo 30-60 Minuten gezieltes Rumpf- und Beintraining

Di 1,5 Stunden lockere Ausfahrt hauptsächlich in der Ebene auf einfachen Wegen

Mi Ruhetag

Do 1 Stunde Lauf- oder Walkingtraining

Fr         30-60 Minuten gezieltes Rumpf- und Beintraining

Sa3-5 Stunden lockere Ausfahrt in wechselndem leichtem Terrain (keine knackigen Bergfahrten!)

So Ruhetag

Generell bei den Ausfahrten mit Rucksack fahren, damit man sich an das zusätzliche Gewicht und das Tragegefühl gewöhnt.Damit keine Langeweile bei den relativ lockeren Trainingseinheiten entsteht, kann man folgende Punkte mit einbeziehen:Runder Tritt, auch mal einbeinig fahren, Landschaft genießen, Strecke machen anstatt einer Runde und mit dem Zug zurück fahren.

2. Woche bis 8. Woche

siehe 1. Woche!

9. Woche GA2

Mo Ruhetag

Di 1,5 Stunden Ausfahrt in der Ebene und am Berg mit leichter Steigung

Mi 0-60 Minuten gezieltes Rumpf- und Beintraining

Do 1 Stunde Lauftraining

Fr 30-60 Minuten gezieltes Rumpf- und Beintraining

Sa 3-5 Stunden relativ lockere Ausfahrt in wechselndem Terrain (Ebene und Berg)

So 1 Stunde Lauftraining


Am Sa nun auch gezielt schwierigere Wege (Waldwege, lose Schotterwege) mit einbauen, um die Fahrsicherheit / Fahrtechnik zu schulen. Es empfiehlt sich auch die Belegung eines Fahrtechnik Kurses!

Damit keine Langeweile bei den gemäßigten Trainingseinheiten entsteht, kann man folgende Punkte mit einbeziehen: Runder Tritt, auch mal einbeinig fahren, Landschaft genießen, schnellere Abschnitte in die sonst eher langsamen Abschnitte einbauen (Herzfrequenzbereich ausnutzen / Intervalltraining)

10. Woche GA2

Mo Ruhetag

Di 1,5 Stunden Ausfahrt in der Ebene und am Berg mit leichter Steigung

Mi 30-60 Minuten gezieltes Rumpf- und Beintraining

Do 1 Stunde Lauftraining

Fr 30-60 Minuten gezieltes Rumpf- und Beintraining

Sa 3-5 Stunden überwiegend lockere Ausfahrt, aber mit Belastungsspitzen am Berg (2-3x 6 Minuten


Bergfahrt bei hoher Herzfrequenz). Für die Vorbereitung auf eine Transalp mit mittlerem Niveau, sollten die Bergfahrten noch länger ausfallen (2-3x 10 Minuten). So 1 Stunde Lauftraining.

11. bis 13. Woche

siehe 10. Woche

Die Länge der Bergfahrten steigern auf jeweils 10-15 Minuten, wenn möglich auch längere Bergfahrten einbauen! 1x pro Woche beim Lauftraining Intervalle einbauen (2-3x für 2-3 Minuten an die obere Grenze des Grundlagenausdauerbereichs 2 gehen)!

ab der 14. Woche

Mo Ruhetag

Di 1,5 Std Radln in der Ebene und am Berg mit leichter Steigung, möglichst Waldwege, oder Trails

Mi 30-60 Minuten gezieltes Rumpf- und Beintraining

Do 1-1,5 Stunden Lauftraining mit kurzen Belastungsspitzen (3x für 2-4 Minuten)

Fr 30-60 Minuten gezieltes Rumpf- und Beintraining

Sa 3-5 Std Ausfahrt in unterschiedlichem Terrain (Ebene/Berg, möglichst auf Waldwegen und Trails) mit wechselnden Trainingszonen (Grundlagenausdauer 1 und 2)

So 1-1,5 Stunden Lauftraining (lange und ausdauernd im Grundlagenausdauerbereich 1)


Bei den Ausfahrten so viele und lange Bergfahrten wie möglich einbauen. Für eine mittelschwere Transalp: Trainingseinheiten noch mehr intensivieren (längere Ausfahrten, längeres Bergtraining)!

1-2 Wochen vor der Tour nur noch gemäßigtes Training, hauptsächlich im Grundlagenausdauerbereich 1!

Quelle: uptours.de http://www.ulptours.de/index.php?id=372

Level Einstufung – Wie viele HM / Km traust Du Dir zu?


Level1<1000 Hm und 60 km ca. 1000 Trainingskillometer in den Beinen
Level2 < 1500 Hm und 100 km ca. 2.000 Trainingskilometer in den Beinen
Level3> 2000 Hm und 130 km > 2000 Trainingskilometer in den Beinen

Was legt man durchschnittlich pro Stunde zurück:


Gebirge: 500-550 Hm auf 7 km
Flachland: 150 HM auf 20 km
Rechnet damit, dass ihr ca. 8 Stunden unterwegs seid. Sicher Ein Drittel der Zeit geht für Pausen, Panne, etc. drauf.

Schwierigkeitsgrad

Die Singel-Trail-Skala dient zur einstufung der technischen Schwierigkeitsgrade.
Die Singletrail-Skala (STS) unterteilt sich in die drei Schwierigkeitsklassen LeichtMittel und Schwer, welche durch die bei Skipisten üblichen Farbkennzeichnungen kenntlich gemacht werden. Diese Schwierigkeitsklassen orientieren sich dabei an dem Fahrkönnen eines durchschnittlichen Bikers mit einem technisch aktuellen Mountainbike. Zur konkreten Klassifizierung und genaueren Differenzierung der Trails (und Schwierigkeitsklassen) werden sechs relativ gut voneinander abgrenzbare Schwierigkeitsgrade (S-Grade) von S0 bis S5 herangezogen.

Dabei ist für einen durchschnittlichen Biker das untere Skalenende mit „locker fahrbar“ und das obere mit „unfahrbar“ gleichzusetzen. Die Schwierigkeitsklasse Leicht umfasst die Grade S0 und S1, Mittel wird durch S2 definiert und Schwer beinhaltet alle darüber hinausgehenden S-Grade.
Detailierte Infos findet ihr unter: http://www.singletrail-skala.de/

 

Sicherheit

Bei einer Transalp kommt man häufig in abgelegene Regionen, daher schaut, dass Ihr das Risiko minimieren könnt! In vielen Gegenden müsst Ihr bei einem Unfall zunächst ein Stück in Richtung Tal fahren, bevor das Handy wieder Empfang hat um Hilfe rufen zu können. Des weiteren solltet Ihr das Wetter nicht unterschätzen. Unwetter in der Nähe von Tälern, entlang von Bachläufen oder auf schmalen Bergwegen und Steilhängen. Durch die Unmengen von Wasser kann sich Schwellenwasser bilden, das schnell gefährlich werden kann. Sogar ein Hangrutsch oder Steinschlag kann von starkem Regen ausgelöst werden. Halte Dich in Unwettersituationen möglichst fern von solchen Orten.

 

Was sollte ich selber reparieren können?

Nicht allzu viel, außer einen Platten flicken! Wenn das Bike regelmäßig gewartet wird und jede Inspektion durchgeführt wurde, wird selten etwas kaputt gehen.

• Gefühlvoll schalten
• In Intervallen bremsen
• Stürze vermeiden / Es ist keine Schande auch mal abzusteigen

Alpencross checkliste/ Was muss mit?

Rucksack
Grade, wenn Ihr auf einer allein organisierten Tour ohne Gepäcktransport unterwegs seid, ist auf einen Rucksack nicht zu verzichten. Verschiedene Hersteller bieten ihre Bikerucksäcke an, einer der Klassiker, der sich mehrfach bestens bewährt hat ist der „Trans Alpine“von Deuter. Er ist mit 25l oder 30l Volumen erhältlich. Zusätzlich ist mit dem „Trans Alpine 26 SL“ eine Version verfügbar, die für kleine Personen und Frauen bestens geeignet ist.

Unverzichtbar ist eine Regenhülle für den Rucksack, da sonst bei starkem Regen alles durchnässt ware.

Packsäcke
Mit Hilfe der Packsäcke aus Nylon, bleiben die wichtigsten Sachen auch bei Dauerregen trocken. Ihr könnt schmutzige von Sauberen Sachen trennen und alles ist bestens organisiert. Wer keine Nylonsäcke nutzen mag, kann auch stabile Platiktüten zum verschließen verwenden.

Optimale Rucksack Pack-Strategie
Zunächst alles zusammenlegen, was mit soll. Anschließend immer weiter reduzieren, bis die Wage schlussendlich max. 7-8 Kg anzeigt. Ersatzteile können auch in der Satteltasche untergebracht werden.

Helm
Ein Helm ist unverzichtbar. Er bietet Schutz vor Verletzungen, oder gegen zu viel Sonneneinstrahlung.

Sonnenbrille
Auch der Schutz der Augen gegen die Sonneneinstrahlung, sowie Insekten, Staub, etc. sollte nicht vernachlässigt werden.

Handschuhe
Neben den kurzen sind auch lange Handschuhe zu empfehlen. Auch in den Sommermonaten kann in steigenden Höhen die Temperatur bei einem Wetterumschwung gern mal auf 10 Grad oder weniger fallen. Um hier die Hände warm zu halten gehören diese auf jeden Fall mit auf die Packliste!

RegenJacke / Regenhose
Hier sollte man auf qualitativ hochwertige Produkte vertrauen. So bleibt man im Regen trocken und bei Wind zieht nichts druch. Klein verpackt nehmen sie kaum Platz weg und wiegen nicht wirklich viel.

Funktionsunterhemd
Ein eng anliegendes Unterhemd schütz gegen auskühlen und Verspannungen. So kommt eine weitere wärmende Schicht zu Einsatz.

Fleecejacke
Auf die Fleecejacke solltet Ihr nicht verzichten. Sie sind leicht, trocknen schnell und halten Euch im Gebirge warm.

Radhose
Es gibt unterschiedlichste Varianten. Jeder hat seine Favoriten. Baggy oder eng anliegend.
Egal welche Hose zum Einsatz kommt, sie ist unverzichtbar.

Arm- / Beinlinge
Geringes Gewicht, schnell im Einsatz!

Radschuh
Grundsätzlich ist jeder Radschuh geeignet. Egal ob hoch oder flach, hart oder weich, clickies oder ohne, die Hauptsache ist, der Schuh ist eingetrgen und bequem. Bei Schuhen mit harten Sohlen wird die Kraft viel besser übertragen, die Fußsohle muss weniger Ausgleicharbeit leisten. Wer lange Tragepassagen einplant sollte allerdings darauf achten, einen Schuh mit geeigneter Sohle zu wählen um nicht auszurutschen.

Trinkflaschen oder Camelback
Es gibt an viele Stellen die Möglichkeiten die Trinkflaschen nachzufüllen. Ein Liter Wasser entspricht 1 Kg, daher würde ich persönlich auf das Camelback verzichten. Trinkpulver oder jegliche weiter Formen an Trinkzusätzen bringen neben Geschmack im faden Wasser auch wichtige Mineralien, Kohlenhydrate und Vitamine mit sich.

Computer
Unverzichtliches Gerät zur Orientierung auf der Tour. Ideal mit Plusmesser, Steigung- und Höhenmesser-Funktion!

Flickzeug / Schlauch / Reifenheber
Einen jeden kann eine Panne unverhofft erwischen. Ersatzschläuche und Flickzeug sind Pflichtausrüstung!

Werkzeug / Tools / Speichenschlüssel
Ein Kombi-Tool vereint die wichtigsten Werkzeuge für unterwegs und ist durchaus empfehlenswert. Platzsparend und klein wird es zum treuen Begleiter. Sollte im Tool kein Speichenschlüssel enthalten sein, sollte dieser extra eingepackt werden.

Luftpumpe
Gehören an jedes Rad! Jeder kann mal der letzte in der Gruppe sein, der von einem Platten erwischt wird. Die anderen sind vorgefahren, jeder muss sich bei einer Standartpanne selbst helfen können.

Kettenöl
An Öl sollte nicht gespart werden. 2-3 Tage im Dauerregen und die Kette schreit nach Öl!

Tape / Kabelbinder
Mit ein wenig Tape oder Kabelbinder lassen sich die gröbsten Pannen vorübergehend flicken. Man muss nun nicht jede Schraube im Ersatzteillager mitschleppen. Not macht erfinderisch!

Bremsbelege / Schaltzug / Bremszug
Wer im Vorfeld alles erneuert hat, sollte auf der sicheren Seite sein. Neue Züge wiegen nichts und könnten zur Not mit im Rucksack verstaut werden.

Schuhwerk für die Hütte
Flipflopps gibts in leichter Ausführung. Nicht zwingend nötig, können aber bei der ein oder anderen Dusche von Nutzen sein. Ansonsten Radschuhe oder Socken genügen, wir steigen ja nicht in Sterne Hotels ab.

Trekkinghose
Allein aus Gewichtsgründen Ratsam. In Outdoorläden einfach mal testen und überzeugen lassen. Eine Trekking hose wiegt lediglich ein Drittel einer Jeans.

Handtuch
Ebendfalls in Outdoorläden erhältlich: Fleecehandtücher. Ideale Auswahl, da leicht und schnelltrocknend. Wer allerdings nur Pensionen bucht kann auf diese verzichten.

Hüttenschlafsack
Wie der Name schon sagt, benötigt diesen nur der jenige, der auf Hütten übernachtet. Können zur Not auch auf vielen Hütten gekauft oder ausgeliehen werden.

Lampe
Eine Lampe sollte mit. Ob unerwartet verspätet in die Dämmerung geraten, durch finstere Tunnelpassagen, oder auf der Hütte als Taschenlampe nützlich.

Zahnpbürste / Zahnpasta / Haarwaschmittel
Probepackungen sparen Gewicht und reichen locker für die Tour.

Sonnenschutz, Labello
Auch in den Wäldern, an bedeckten Tagen ausreichend schützen um den Sonnenbrand vorzubeugen!

Gesäßcreme
Das wünscht man seinem schlimmsten Fein nicht. Ein wunder Popo kann sehr schmerzhaft sein. Die Crème gibts in besseren Bikeshops und wirkt wahre Wunder, auch wenn man denkst, es sei alles zu spät.

Bargeld / Ec- und Kreditkarte
Nicht jede Hütte akteptiert die Karten, daher auf jeden Fall Bargeld mitnehmen.

DAV-Ausweis / Perso / Krankenkassen-Karte
Durchaus immer im Vorfeld schlau machen, ob Hütten Rabatte für DAV-Mitglieder bieten. Nicht alle italienische Hütten, die wie Alpenvereinshütten aussehen, sind tatsächlich welche. Daher vor der Übernachtung immer nach Preisen fragen um günstig zu übernachten. Ohne eine Krankenkassenkarte kann es mit unter problematisch sein die nötige medizinische Versorgung zu erhalten. Man möchte auch nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Handy
Auch hier sollte jeder eins dabei haben! Unterwegs auf langen Strecken den Akku abschalten um in Notfallsituationen auch noch Hilfe holen zu können. In größeren Gruppen kann man sich abstimmen, sobald sich jemand verfährt, vermisst wird, das Handy einzuschaltet.
Die 0039 ist die Landesvorwahl für Italien und die 0464 ist die regionale Vorwahl der Gardasee-Region, so wie 089 für München. Die wichtigsten Nummern sollten eingespeichert sein:

– Notrufnummer: 112, in ganz Europa ohne Vorwahl gültig.
– Wetternummer vom Alpenverein: 0049 (0)89 29 50 70
ACHTUNG: In Italien muss auch bei der Ortsvorwahl die Null (in Klammern) gewählt
werden!!
– Nummer aller Unterkünfte, aller Teilnehmer der Tour
– Nummer des Bikeshops des Vertrauens – Ferndiagnosen können sehr hilfreich sein!

Erste Hilfe Set / Persönliche Medikamente

Sollte in jedem Rucksack zur Grundausrüstung zählen.

Kugelschreiber

Digicam
Sollte schnell griffbereit in einer Fototasche mit Schlaufe am Rucksack untergebracht sein damit sie auch regelmäßig zum Einsatz kommt. Denkt an Ersatzakku und eine zweite Speicherkarte!

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