FLOWFACTOR: SINGLESPEED MÜNCHEN

SINGLESPEED MÜNCHEN

Auch in München gehören die Fixies, bzw. das Singlespeed Rad längst zum Stadtbild – Singlespeed München. Ich sehe nahezu täglich gleichgesinnte, die auf ihren meist auffälligen, an Rennräder angelehnte Umbauten durch die Stadt rollen. Als Singlespeed Räder werden Räder bezeichnet, die lediglich eine Übersetzung besitzen, also nur ein Kettenblatt auf einem Ritzel hinten. Zum Teil fehlt auch noch der Freilauf (Fixed Gear / Fixies). Sprich, wenn sich das Ritzel hinten dreht, dreht sich auch die Kurbel vorn mit. Man muss also immer mit treten und kann so theoretisch auch rückwärts treten, also auch rückwärtsfahren. Dies kann unter Umständen zu schwierigkeiten führen, da Fixies in Deutschland verboten sind, und die Polizei bereits div. Fixies aus dem Verkehr gezogen hat.

SingleSpeed München   SingleSpeed München

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SingleSpeed MünchenSingleSpeed München

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ursprung der Fixies ist im Bahnradsport zu finden, wohingegen auf der Straße keine Bahnräder zu finden sind, da diese eine Rennspezielle Rahmengeometrie besitzen. Die Umbauten auf den Straßen sind häufig in die Jahre gekommene ausrangierte Stahlrahmen, denen so neues Leben eingehaucht wird. Im Fachhandel kann man sich speziell konstruierte Teile, oder gleich komplett-Umbau-Sets besorgen. Doch Retro muss hier nicht zwingend „alt“ bedeuten, die verbauten Teile sind zeitlos, aber technisch auf dem neusten Stand! Der auf das nötigste reduzierte, minimalistische Bahnradexot wird zum stilvollen Alltagsrad. Unvergängliches Design, Qualitativ hochwertige Teile, Hand in Hand mit urbanem Lifestyle! Bei der Minimalistischen Bauweise der Singlespeed Räder ist der Einsatz von Bremsen Geschmacksache. Fixed Gear Bikes besitzen grundsätzlich keine, die meisten Singlespeed-Räder für die Straße auch nicht. Dadurch, weil man über die Kette eine starre Verbindung zwischen Kettenblatt und Ritzel besteht, kann man auch durch Gegentreten bremsen. Einige Singlespeed Fahrer nutzen dennoch eine Bremse, da sie so doch sicherer durch die Stadt kommen und bei möglichen Kontrollen ihr singlespeed behalten dürfen!

Unter Fahrradkurieren ist das Singlespeed / Fixie beliebt und fand hier sicherlich den Ursprung der allgemeinen Nutzung. Die Vorteile wie beispielsweise, die Gewichtsersparnis, die Tatsache, dass die reduzierten Bauteile weniger defektanfällig sind, sowie das trainieren des effektiven “runden” Tritt sind sicherlich einige Faktoren die hierzu geführt haben. Um sich schneller durch den dichten Verkehr zu schlängeln, wurden die gewohnt breiteren Lenker auf das Minimum gekürzt. Geschwindigkeit und Zeitersparnis ist das was hier zählt!

Auch hier gibt es Wettkämpfe in denen sich die Kuriere messen. Neben dem „Trackstand“ (stehend auf dem Fahrrad balancieren) gibt es das „Skidding“ (möglichst lange Bremsspuren auf dem Asphalt legen) und sogenannte „Alleycat- Racing“ bei denen sie im Schnitzeljagt-Style durch die Städte jagen.

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